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Die Arbeit der Generation X, P und Y

Als ich damals meine erste Arbeitsstelle antrat, war ich voller Tatendrang und Energie, wollte was erreichen. Ich hatte mir vorgenommen, die Welt zu verbessern oder zumindest einen kleinen Teil der Welt für mich zu vereinnahmen. Diesen dann auskosten und ausschlachten, weniger finanziell, denn mehr auf dem Niveau des Kenners oder Könnenden. Ich kann. Ich will. Also bin ich.

Ich wusste auch damals nicht, dass ich zu einer Generation X gehöre. Das hat mir meine Mutter nicht gesagt, auch die Lehrer im Gymnasium kannten diesen Ausdruck nicht, oder zumindest haben Sie ihn gut geheim gehalten :-). Also man lebte halt so vor sich hin, aber ein Ziel war nicht fern, sondern nah. Erreichbare Ziele, das ist es. Wenn ein vernünftiges Planen sich schon mal über mehr als zwei Wochen in der Zukunft hinzog, ja wer wollte da schon noch starten? Kleine Schritte führen auch zum Erfolg.

 

Was macht die „Generation X“ aus?

Generation-X

Generation-X

Die Generation X, auch als Gen X abgekürzt, ist die auf die Baby-Boomer folgende Generation.

Sie wird vor allem im Anglo-Amerikanischen Sprachraum für eine Generation benutzt, die von den frühen 1960er bis in die frühen 1980er Jahre geboren wurde. Der Ausdruck wurde durch den 1991 erschienenen Roman Generation X von Douglas Coupland erst so richtig bekannt.

Ach ja, darum kannte ich das damals nicht, selbst diesen Roman habe ich nie gelesen, hatte ja keine Zeit, musste Leben und Arbeiten. Oder war es Arbeiten, um gut zu Leben? Egal, aber Coupland kenne ich auch heute nicht. Mag man mich jetzt steinigen, aber werde ihn nun auch nicht mehr lesen.

Der Lebensstil der Generation X wird eher dem subkulturellen Milieu zugeordnet, Ausdrucksformen finden sich im Punk seit der späten 1970er Jahre und im Grunge ab etwa 1990.

Naja, diesen Lebensstil hat man dann aber auch oft nur „gesehen“, denn wer von uns war schon Punk? Du etwa? Dann ab zu einem anderen Artikel, Punks haben hier nix zu suchen 🙂 Und Popper erst recht nicht, Bätsch!

Ich war ja immer schon dermassen cool, da konnte nur der Rocker in mir durchkommen. Hardrock und ein wenig Heavy, aber weniger Metal, eher vom Gewicht her, zog ich mit meinen Kumpels durch die Bars und Pubs des Südens. Beschwingt fanden wir bald auch unsere Groupies und Zack, war die erste auch schon schwanger.

Also nicht von mir, aber von einem Kumpel halt, egal, hätte ja auch mir passieren können. Wie ich nun im Facebook erfahren konnte, sind die aber immer noch zusammmen, zumindest irgendwie.
Das ist auch so eine Sache, die ich woanders mal weiter ausschweifen lasse, hat aber hier im Artikel der Gen X eher weniger zu suchen.

Schnell war ich aber dann nach der Unterschrift unter den Lehrvertrag entzaubert, der Arbeitsalltag wies mich bereits nach wenigen Wochen in meine Schranken. Zu vielseitig war die Arbeit als Einzelhandelskaufmann – eigentlich Lagerist – nicht, eher zu langweilig, und sehr wenig wurde gefordert.

Interessanterweise prägte dieser Autor Coupland in seinem Buch auch den Begriff McJob, im Roman definiert als „ein niedrig dotierter Job im Dienstleistungsbereich mit wenig Prestige, wenig Würde, wenig Nutzen und ohne Zukunft. Oftmals als befriedigende Karriere bezeichnet von Leuten, die niemals eine gemacht haben“.

Hoppala denke ich heute, G E N A U DAS WAR ICH, zumindest meine ersten fünf Jahre in der Arbeitswelt verliefen so.

Damals dachte ich: „Abwechslung musste her, ich muss mehr machen, bin ja total überqualifiziert für den Scheiss“. Ich fand die dann in der Freizeit mit den Freunden, mit der Freundin, oder bei einem meiner wenigen Hobbys. Die Einführung eines EDV-Systems war dann aber ein gefundenes Fressen für meinen inneren Arbeitsschweinehund, der mehr wollte, als sich 4911 als Anfangsummer für Suzuki-Kupplungshebel zu merken. Gut, weiss ich heute auch noch…

 

Die „Generation P“

Generation-P

Generation-P

In Abendkursen beim TÜV bereitete ich mich sehr gelaunt auf die Generation P (Prozessor) vor.

Ein wohlgeformtes Zertifikat des Technischen Überwachungs Vereins befähigte mich dann nach ein paar Monaten, einen Prozessor gesteuerten Apparat zu bedienen.

Ursächliches Verstehen der Materie war damals noch verlangt. Wer weiß heute schon noch als Absolvent, wieviele Bits eine junge Frau mit sich tragen kann, wie erstrebenswert ein Durchsatz von 9600 bit/s ist, wer kennt noch den Unterschied zwischen „asynchroner“ und „synchroner“ Übertragung? Was macht eigentlich das Paritätsbit? Oder wie man etwa Dezimal „2014“ auf die Tafel schreibt, und das in 5 Sekunden? Wer kennt schon das Di-Da-Di-Did der digitalen Welt? Oder was in einem Prozessor wirklich so abgeht?

Gut, das sind heute auch eher so wirklich wichtige und super geschützte Betriebsgeheimnisse, was da in einem der virtuellen Kernelprozessoren so laufen kann. Wie man diesen am besten anspricht und ausnutzt, das wissen spezielle Entwicklerteams der großen Marktführer.

Da mag nun der heute junge Spunt sagen, wer braucht das schon? Ja stimmt, wer braucht schon das „Ein mal Eins“, wenn es doch Taschenrechner -nein- Handys oder Tablets, PC und Laptops, Not- Note- oder Netbooks gibt? Und wenn mal der Kram keine Batterie mehr hat? Man ist mal „mobil ohne“ unterwegs? Oder beim ach so wichtigen Vorstellungsgespräch? Gibts nicht, sagt der Y-Spunt!

Heute verwenden schon Nutzer von einfachen Notebooks einen Intel i5 Prozessor mit mehreren Kernels, die eine Quadrantenplutimikation im Universum lächelnd in einer halben Petasekunde ausspucken. Und dabei noch sozusagen als Abfallprodukt die Quersumme des Ganzen bilden, ein Bitcoin ist da aber auch noch in weiter Ferne 😉

Wieviele Kerne hat mein Intel i5 Prozessor eigentlich? Die Antwort: zwei echte und zwei virtuelle wäre richtig korrekt, es wird daher gerne von Quad-Core gesprochen. Was aber nicht korrekt ist, es ist ein Dual-Core mit vier Threads. Diese vier Threads werden dem User dann auch im scheinheiligen Windows Taskmanager als solches präsentiert.

Also hat auch der ehemalige Angestellte der damaligen Generation X die Möglichkeit, Zeitgemäßes zu lernen. Als X ist man in der Lage, sowohl neues zu verstehen, als auch das Erlernte mit einzubringen, die perfekte Fachkraft? Jein, denn es läßt das Feuer der Neugier mit den Jahren nach, man wird ruhiger und ist eher froh, dass man noch mithalten kann. Wenn man denn überhaupt noch mithalten kann. Mit 40 fängt die Kurzsichtigkeit an, eine Brille ist fürs Lesen bei den meisten nötig, oder man hat sprichwörtlich eben mehr Abstand zum „Thema“ 🙂


„Generation Y“ – geprägt von welchem Maß?

Generation-Y

Generation-Y

Wikipedia schreibt, dass die Generation Y (kurz Gen Y) in der Soziologie diejenige Bevölkerungskohorte (was für ein Wort!) beschreibt, deren Mitglieder um das Jahr 2000 herum zu den Teenagern zählten.

Weiterer Name, unter dem dieser Typus bekannt ist, sein dann noch Die Millennials. Sie gilt damit als Nachfolgegeneration der Baby-Boomer (bis ca. 1965 in .de) und der Generation X.

Die Generation Y gilt ja im Allgemeinen als gut ausgebildet, meist mit Fachhochschul- oder Universitätsabschluss. Sie zeichnet sich durch eine technologisch affine und durchdrungene Lebensweise aus, da es sich hierbei um die erste Generation handelt, die größtenteils mit dem Internet und mobiler Kommunikation aufgewachsen ist. Sie arbeitet lieber in virtuellen Teams, als in tiefen Hierarchien. Obwohl es hier wohl auch wieder Ausnahmen geben soll, die ein eigenes, ruhiges Büro bevorzugen.

Anstelle von Status und Prestige rücken die Freude an der Arbeit sowie die Suche nach dem Sinn derselben ins Zentrum. Multioptionsgesellschaft und Grenz(en)losigkeit sind Synonyme für das, womit die Generation Y groß geworden ist. Die Millennials sind optimistisch und selbstbewusst und haben wenig Vertrauen in die Regierung, weshalb sie sich durch passiven Widerstand aktiv ins politische Geschehen einbringen.

Flexibel und dem technologischen Fortschritt verfallen, spielen sie in einer neuen Liga der Arbeitnehmer, die sich um Ihren Arbeitsplatz weniger bemühen müssen, als noch die Generation X. Die Arbeitgeber brauchen und suchen eben diese jungen Kräfte, wollen Sie im Unternehmen integrieren, was in vielen Fällen auch gut funktioniert. Ein Arbeitskräftemangel wird von Ihnen gerne genutzt, um die Einstiegsgehälter nach oben zu lupfen, aber auch die Arbeitsbedingungen zu hinterfragen. Wer spielt nicht schon gerne mal Kicker mit dem Kollegen, oder hat ein Trimmrad jederzeit in der Arbeit zur Verfügung.

Als „Gegenpol“ bzw. Verlierer dieses Generationensystems bezeichnen Susanne Finsterer und Edmund Fröhlich im gleichnamigen Buch die Generation Chips, die – überwiegend in der sogenannten Unterschicht – zu viel Medien konsumierten, sich einseitig ernährten und von der gesellschaftlichen Teilhabe weitgehend ausgeschlossen seien. Die Norm nicht geschafft? Na, dann haste wenig Chancen, also pass Dich an!?

 

Wie sollte also der Arbeitsplatz heute aussehen?

KickerDamit er den aktuellen Bedürfnissen der „Gen Y“ entspricht, sollte er ein oder zwei Monitore beinhalten.

Mehr als das ist dann schon zuviel, das sieht dann nach Überwachungsunternehmen aus.

Ein Handy darf nicht fehlen, auch am Arbeitsplatz will der moderne Arbeitnehmer mobil verfügbar sein. Eine Couch in der Ecke, ein Tischtennis-Tisch und ein Kicker sind willkommene Felder der Ruhe beziehungsweise der sportlichen Abwechslung, die man in den meisten Büros auch problemlos unterbringen kann.

War früher nur die Sicherheit und Ergonomie am Arbeitsplatz interessant, wird zunehmend auch das Wohlfühlen der Mitarbeiter zu einer der wichtigen Kriterien. Denn gut gelaunte und teils auch noch recht sportliche Angestellte sind ein Zeichen für  ein kollegiales und entspanntes Arbeitsklima im Unternehmen.

Ich gehe sogar soweit, dass man den wichtigen Leistungsträgern der Generation Y auch weitere Annehmlichkeiten bereitet. Das kann ein Grillabend sein, der sich im Rahmen eines monatlichen Zusammenseins der Abteilung organisieren lässt. Aber auch andere Aktivitäten neben der Arbeit, Kegelabend der Abteilungen, ein Ausflug mit dem Boot, Bus oder eine kleine Gruppenreise führen zu einem verstärkten Austausch der Kollegen, gerne auch mit ausgewählten Kunden, die etwas mehr Einblick in die Firma bekommen dürfen.

Ansonsten findet der neue Mitarbeiter bei seiner Lieblings-Jobmaschine schnell einen anderen Job und die Fluktuation lässt grüßen.

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