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Die neue Google-Bildersuche

Im Test – Die neue Google Bildersuchmaschine

 

Es gibt wohl keinen Menschen auf dieser Erde, der sie noch nie benutzt hat: die Google Bildersuche. Für Recherchen, aber auch für Freizeit und Hobby ist die Google Bildersuchmaschine die wohl am häufigsten aufgerufene und genutzte der Welt. Dabei baut der Suchmaschinengigant seinen Vorsprung gegenüber anderen Dienstleistern nach wie vor immer weiter aus.

Als ich noch ein Junge war, mußten wir in Büchern nachschlagen, wenn wir etwas nicht wussten, oder jemanden fragen. Heute suchen viele nur noch in Google. Ist schnell und aktuell, zudem findet man mit Bildern und Videos angereichtertes, oft dadurch eben auch sehr anschauliches Material.

Ich denke jeder wird mir zustimmen, dass nicht alles stimmt, was man im Netz lesen kann. Aber es gibt Quellen wie etwa Wikipedia, denen man einfach vertraut. Dabei nutzen die meisten sicher vornehmlich die Textsuche, aber auch die Bildersuche bei Google wird gerne benutzt.

Doch etwas ist anders geworden, denn am Anfang dieses Jahres wurde ein Update eingespielt, das sich im Laufe dieses Jahres noch weiter vergrößern soll. Dieses Update wollen wir uns bei Schreibe.org auch einmal näher ansehen und es kritisch beleuchten.

Nicht jede Neuerung muss ja gleich eine gute Sache sein. Gerade wenn was von Google kommt, muss man ja mit allem rechnen. Eigentlich nette Tierchen wie Pinguine und Pandas, im Zoo friedlich und ruhig, werden durch Google gleich zu richtigen Online-Stampeden ;-).

 

Neue Funktionen in der Google Bildersuche

 

Im großen und ganzen wurden zwei Funktionen verändert, diese haben es aber in sich. Nicht nur aus technischer, sondern auch aus rechtlicher Sicht hat Google wohl demnächst mit einiger Kritik und einigen Problemen zu rechnen.

Zwar ist das komplett neue Layout und die Menüführung schön anzusehen und auch ansprechend für den Nutzer, doch technisch wurde einiges verkompliziert.

Neu sind beispielsweise die Thumbnails, die nun beim Überfahren mit der Maus auf das Ergebnis zu sehen sind. Dort erscheinen zwar nützliche Informationen wie die Größe und die Quelle des Bildes, allerdings verursacht diese technische Spielerei einen massiven Geschwindigkeitsverlust für den Nutzer. Lange Ladezeiten für ein hübsches Pop-Up praktisch ausgedrückt.

Ein weiteres Manko bei den Neuerungen ist die neue Gestaltung der Ergebnisansicht. Anstelle des üblichen Google-Frames gibt es eine völlig neuartig, nach den Wünschen der User konzipierte Ergebnisansicht.

Doch hier hat Google einen Kniff eingebaut, der vor allem Webseiten-Betreiber ärgern dürfte:

Anstelle nun auf der Zielseite mit Bild zu landen, landet der Nutzer zwar gleich auf der richtigen Ansicht, diese kommt jedoch direkt vom Google-Server und ermöglicht nur eine Auswahl zwischen den Optionen: Bild anzeigen, Bildoptionen und Zielseite besuchen.

Andere Inhalte werden also direkt umgangen und ausgeblendet. Ein Plus also für den Nutzer, ein klares Minus aber für die Bereitsteller von Inhalten.

In Deutschland ist die neue Google-Bildersuche zwar noch nicht aktiv, allerdings lassen die Feedbacks und Kritiken der Nutzer anderer Länder entsprechende Rückschlüsse auf das zu, was uns innerhalb des nächsten Jahres erwarten wird.

 

Probleme der neuen Google Bildersuche

 

Zwar ist die neue Google Bildersuche für den Nutzer durchaus optimiert, sie weist aber gerade beim täglichen Gebrauch eine große Schwäche auf: den benötigten Traffic. Schon die ältere Version war ja nicht gerade berühmt für ihre hohe Geschwindigkeit, allerdings wurde hier der Nutzer durch die Mini-Vorschau der Bilder entschädigt.

Die neuen Thumbnails mit den Informationen, die gewohnter weise eigentlich unter den Bildern stehen, verursachen ein massives Traffic-Problem beim Test der neuen Suchfunktion der Bildersuchmaschine.

Auch in Ländern, in den die neue Google Bildersuche bereits länger verwendet wird, beispielsweise England oder Amerika, klagen Nutzer über eine stark verlangsamte Verwendung.

Doch nicht nur die langsame Geschwindigkeit ist ein Problem. Für Website-Betreiber ergeben sich aus der neuen Ergebnisansicht ganz neue Problemstellungen. Massive Einbrüche beim täglichen Traffic und stark sinkende Besucherzahlen sind ein Problem, mit dem sich die Betreiber von Inhalten in Zukunft auseinandersetzen müssen.

Zwar werden die einzelnen Bildseiten ebenso häufig besucht wie zuvor, die anderen Inhalte bleiben aber gänzlich unberührt. Die Konsequenz sind sinkende Einnahmen durch Werbung und eine geringere Verbreitung der Inhalte.

Ein nicht ganz unwichtiger Punkt, der sich für Google schnell zu einem hausgemachten Problem entwickeln könnte, ist doch die Suchmaschine gerade auf Inhalte angewiesen.

 

Rechtsstreitigkeiten rund um die Bildersuche von Google zu erwarten

 

Auch juristisch wird Google hier in Deutschland mit einigen Problemen zu kämpfen haben, sollte die Firma ihre neue Bildersuche eins zu eins in Deutschland anbieten. Denn während bisher der Rechteinhaber dafür Sorge tragen musste, dass seine Inhalte nicht dem Google-Suchmaschinen und der Ergebnisanzeige zur Verfügung stehen, ändert die neue Ergebnisansicht die juristische Sachlage grundlegend.

Denn diese ermöglicht es dem Nutzer direkt auf die Bildansicht zuzugreifen, das Bild zu kopieren und, ein gewichtiger Punkt, die gewünschte Auflösung nach eigenen Wünschen zu verändern und das Bild auch mit dieser Auflösung für eigene Inhalte zu verwenden.

Der von Google hinterlegte Hinweis zum Urheberrecht reicht deswegen laut Ansicht der meisten Experten bei weitem nicht. Hier besteht also noch Nachbesserungsbedarf.

 

Die neue Google Bildersuche – Für User gut, für Webmaster ein Grauen

 

Google hat also mit der neuen Bildersuche eine für User recht angenehme Suchmöglichkeit geschaffen. Zwar stören die etwas langen Ladezeiten, doch bisher hat Google immer schnell und zügig auf solche Probleme reagiert.

Doch wie schon der Artikel auf Marketingblick aufzeigt, wird Google in der Zukunft vor allem mit juristischen Problemen zu kämpfen haben. Denn um die Veröffentlichung auf der Ergebnisseite der Bildersuchmaschine auch wirklich zu ermöglichen, müsste der Konzern nach geltender Rechtslage die Erlaubnis aller Rechteinhaber eines Bildes einholen. Ein Vorgang, der in der Praxis unmöglich umsetzbar ist.

 

Artikelbild:

Das Foto dieses Artikels zeigt Mike Hutner, den Betreiber dieses Internetauftritts. Oben und unten mit einem schwarzen Balken versehen. Noch grinst er, könnte man meinen. Aber wie alle Webmaster kann er natürlich nur den Kopf schütteln, ob dessen was Google mit seiner neuen Bildersuche angestellt hat.

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