Lebenslauf

Wenn man sich in einem Unternehmen bewirbt, ist neben dem Bewerbungsschreiben der Lebenslauf das Wichtigste, was man einreichen sollte. Lebensläufe sagen viel über den Interessenten für eine Stelle aus. So findet man neben den persönlichen Daten zunächst die Ausbildungen des Bewerbers.

Mit Hilfe des Qualifikationsspiegels kann der Personalchef schauen, ob sich der Arbeitssuchende für diese Stelle eignet. Weiterhin findet man im Lebenslauf auch die Interessen des Bewerbers.

Lebensläufe kann man nach verschiedenen Formen unterscheiden. Meist bevorzugen der Personalchef und auch der Bewerber den tabellarischen Lebenslauf. Es gibt dafür im Internet gute Lebenslauf Vorlagen. Diese kann man eins zu eins übernehmen, nur die Daten müssen ausgetauscht werden. Besser ist natürlich, das Ganze ein wenig individuell zu gestalten.

Richtig pfiffige Lebensläufe kann man in den entsprechenden Bereichen auch gut an die Personalchefs versenden. Hierfür eignet sich dann ein Bewerbungsflyer statt einer konventionellen Bewerbung. Bei diesen Unterlagen kann man sicher sein, dass sie in der Personalabteilung zwischen den anderen Bewerbungsmappen auffallen.

Für die Bewerbung in einer leitenden Position bieten sich die seriösen Varianten für Lebensläufe an. Hier darf es auch gerne etwas ausführlicher sein. Der konventionelle Lebenslauf sollte aber am Ende drei Seiten nicht überschreiten. Denn in einer Bewerbungsmappe sind ja auch noch das Bewerbungsschreiben und eventuelle Zeugnisse oder Referenzen der Ausbildungsstätten und früheren Arbeitgeber.

 

Was interessiert den Personalchef?

 

Ein Personalchef bekommt auf eine Stellenausschreibung normalerweise etliche Bewerbungen.

Wenn die Bewerbungen vom Personalchef gesichtet werden, schaut er natürlich auch auf den Lebenslauf des Bewerbers.

  • Passt der Bewerber zu uns?
  • Wie sind beispielsweise Familienstand oder Anzahl der Kinder, falls der Interessent auswärts tätigt werden soll?
  • Kann es Probleme geben?
  • Ist der Lebenslauf authentisch?

Personalchefs sichten täglich etliche Curriculum Vitae, wie der Lebenslauf auch gerne in Latein genannt wird. Sie vergleichen die Anforderungen aus dem Stellenprofil mit den kompletten Angaben im Lebenslauf.

Hier können sie die einzelnen Bewerber hinsichtlich Qualifikation und persönlicher Eignung vergleichen. Beispielsweise wird jemand mit zahlreichen Weiterbildungen im Lebenslauf normalerweise bessere Chancen haben gegenüber einem Bewerber, der nicht so fit in der Anwendung ist. Aber solche Dinge und mehr liest der Personalchef im vorgelegten Lauf des Lebens.

Lebenslauf nach „Schema F“ ?

Dabei muss es sich nicht um einen Lebenslauf-Vordruck handeln. Zahlreiche Bewerbungen enthalten kreative Lebensläufe, beispielsweise wenn man sich um einen Job im Marketing bewirbt. Dann könnte man auch bei den Hobbys im Lebenslauf mit erwähnen, dass die kreative Seite schon in einer Werbeagentur zum Einsatz kam.

Wenn neben dem Lebenslauf des Bewerbers einige gute Beurteilungen und Referenzen früherer Chefs in der Bewerbungsmappe zu finden sind, punktet das sicher bei der Auswahl. Handgeschriebene Lebensläufe sind übrigens auch bei Bewerbungen im Maschinenbau oder Handwerk nicht mehr üblich. Stattdessen kommen hier Lebensläufe in tabellarischer Form zum Einsatz.

Am besten sucht man sich eine Freizeitbeschäftigung, die zum Beruf passend erscheint. Mit Bungee-Jumping oder Wrestling in der Rubrik Hobbys im persönlichen Lebenslauf hat man nämlich wegen des hohen Unfall- und damit verbundenen Ausfallrisikos eher schlechte Karten.

Außerdem liest der Personalchef aus einem Lebenslauf noch heraus, wie lange der zukünftige Arbeitnehmer bei vorherigen Unternehmen beschäftigt war. Weist vielleicht der berufliche Werdegang im vorgelegten Dokument Lücken auf?

Hier sollte der Verfasser schon im Vorfeld aufpassen, wie er solche Fehlstellen bei einem persönlichen Gespräch am besten erklärt. Besser ist es, wenn der Kandidat gleich lückenlose Lebensläufe schreibt, um nicht in Erklärungsnot zu kommen.

 

Welche Form soll der Lebenslauf haben?

Es gibt mehrere Formen, wie man Bewerbungsunterlagen erstellen und zusammenstellen kann.

Beim Lebenslauf ist es zunächst heutzutage gebräuchlich, diesen mit Hilfe eines PC zu erstellen. Hat der Arbeitssuchende selbst keine Technik zu Hause, hilft sicher ein Freund bei der Erstellung. Wer nicht genau weiß, wie er seinen Lebenslauf am besten erstellt, der sollte einen Fachmann zu Rate ziehen.

Oft wissen Berater, aber auch Schreibbüros, wie man Lebensläufe am besten schreibt. Das empfiehlt sich vor allem, dann, wenn im beruflichen Werdegang Lücken auftreten, die man im Lebenslauf nicht richtig erklären kann:

  • Wie umschreibt man beispielsweise vorteilhaft, wenn man in der Schule gebummelt hat und eine Schulzeitverlängerung die Folge ist?
  • Ist es immer sinnvoll, alle Praktika und Ferienarbeiten mit zu erwähnen?

Fachleute, die persönliche Lebensläufe erstellen, kennen sich mit solchen Tricks und Kniffen aus.

 

Der tabellarische Lebenslauf – chronologisch

Die gebräuchlichste Form ist der tabellarische Lebenslauf. Hier sieht der Personalchef kurz und bündig, was der Bewerber drauf hat, wo seine Stärken und eventuelle Fördermöglichkeiten liegen. Übersichtlich wird dargestellt, wo und wie der Interessent zu erreichen ist.

Ob man bei einem Lebenslauf ein Deckblatt oben drauf heftet, bleibt dem persönlichen Geschmack des Bewerbers überlassen. Wenn ja, dann sollte das Lebenslauf-Deckblatt unbedingt die persönlichen Angaben zu Name, Adresse und anderen Kontaktdaten des Bewerbers erhalten.

Ansonsten stehen diese Angaben ganz oben, zum Beispiel links oder in der Mitte im Lebenslauf. Auf jeden Fall sollten die Kontaktdaten aktuell und richtig sein, damit der Personalchef den Bewerber für ein Vorstellungsgespräch kontaktieren kann.

 

Anti-chronologischer, amerikanischer Lebenslauf

Auch hierzulande setzt sich mehr und mehr die Lebensläufe durch, wie sie im englischsprachigen Raum seit längerem üblich sind. Bei dieser Form des sogenannten amerikanischen Lebenslaufs schreibt man zuerst die aktuellste Tätigkeit oder Ausbildung, dann die vorletzte und so weiter. Ganz unten im anti-chronologischen Lebenslauf stehen dann die Daten zur schulischen bzw. beruflichen Bildung.

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