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Muster-Kündigung Mietvertrag Vorlage

Die eigene Wohnung gilt als Rückzugsort für jeden Menschen, als Ort an dem Sie sich wohl fühlen können und an dem Ihre Familie ein Nest gefunden hat. Doch manchmal möchten Sie sich einfach wohnlich verändern und denken über eine neue Mietwohnung nach.

 

Kündigung des Mietvertrags durch den Mieter

 

Doch was ist bei der Kündigung einer Wohnung alles zu beachten?

Bis wann muss die Kündigung des Mietvertrages dem Vermieter vorliegen?

Können Sie in eine Falle tappen und welche Möglichkeiten der Wohnungskündigung durch den Mieter bestehen überhaupt?

Ein kleiner Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten hilft dabei, sich erste Klarheit zu verschaffen und auch etwas mehr Rechtssicherheit zu bekommen.

Bei der Kündigung einer Mietwohnung kommt es immer darauf an, ob der Mietvertrag unbefristet oder befristet ist.

 

Der unbefristete Mietvertrag für die Wohnung

 

Bei einem unbefristeten Mietvertrag kann der Mieter die Wohnung jederzeit ohne Angabe von Gründen kündigen. Allerdings ist von ihm hier die gesetzliche Kündigungsfrist von 3 Monaten bei Wohnräumen einzuhalten.

Diese gesetzliche Kündigungsfrist gilt grundsätzlich für Mieterkündigungen unabhängig von der Wohndauer. Also ganz gleich, ob Sie erst seit einem Jahr in der Wohnung leben, oder bereits seit 10 Jahren. Bei unbefristeten Mietverträgen ist die gesetzliche Kündigungsfrist einzuhalten.

Handelt es sich beispielsweise noch um einen alten Mietvertrag aus Zeiten der Deutschen Demokratischen Republik, hat dieser auch weiterhin Gültigkeit, wenn hier ein 14tägiges Kündigungsrecht vereinbart worden ist.

 

Befristeter Mietvertrag für die Wohnung

 

Befristete Mietverträge, die über einen bestimmten Zeitraum für eine Mietwohnung abgeschlossen wurden, sind bis zum Ende des Mietverhältnisses einzuhalten.

Und zwar sowohl vom Vermieter, wie auch vom Mieter. Eine vorzeitige Kündigung der Wohnung ist nicht möglich und es muss bis zum letzten Tag Miete gezahlt werden. Da sich die Lebensumstände sehr schnell verändern können, ist vorher vom Mieter genau zu prüfen, ob er ein solches befristetes Mietverhältnis eingehen möchte.

Mieter und Vermieter können allerdings in ihrem Mietvertrag einen sogenannten Kündigungsverzicht bzw. Kündigungsausschluss bis zu 4 Jahre vereinbaren. In dieser Zeit ist dann eine Kündigung vom Mietvertrag für beide Seiten nicht möglich.

 

Sonderkündigungsrechte beim Mietvertrag

 

Zu diesen beiden Möglichkeiten haben Sie noch zahlreiche Sonderkündigungsrechte, die nachstehend aufgeführt sind.

Kündigt der Vermieter Ihnen unverhofft eine Modernisierung der Wohnung an und Sie sind mit dieser Maßnahme nicht einverstanden, so können Sie die Wohnung ebenfalls kündigen. Erfolgt die Ankündigung der Modernisierung beispielsweise im Mai, haben Sie bis zum 30. Juni desselben Jahres Zeit zu kündigen. Ihr Mietverhältnis für die Mietwohnung endet dann zum 31. Juli des Jahres.

Auch wenn nach der Modernisierung eine Mieterhöhung erfolgen soll, besteht ein Sonderkündigungsrecht. Nehmen wir das obige Beispiel und die Mieterhöhung soll zum 01. Juli erfolgen, so können Sie bis Ende Mai kündigen und das Mietverhältnis wäre zum 31. Juli ebenfalls beendet.

Auch nach Anhebung der Miete auf die ortsübliche Vergleichsmiete können Sie Ihr Mietverhältnis kündigen, wenn Sie mit dieser Maßnahme nicht einverstanden sind, oder anderweitig günstigeren Wohnraum gefunden haben.

Ebenso verhält es sich bei der Anhebung der Miete für eine Sozialwohnung. Die Kündigung ist dann ebenfalls rechtmäßig.

Bei sogenannten Staffelmietverträgen kann dieser immer zum Ablauf des vierten Jahres gekündigt werden, auch wenn der Staffelmietvertrag befristet ist.

Ein weiteres Sonderkündigungsrecht besteht beim Tod des Mieters. Stirbt beispielsweise der Mieter der den Mietvertrag für die Mietwohnung unterschrieben hat, so kann der Ehegatte den Mietvertrag innerhalb eines Monats mit einer Frist von drei Monaten kündigen.

Haben Familienangehörige oder Ehegatten den Mietvertrag nicht mit unterschrieben, haben Sie ebenfalls das Recht der Kündigung. Und zwar können sie innerhalb eines Monats nach dem Tod des Mieters die Mietwohnung kündigen.

Auch wenn ein alleinstehender Mieter verstirbt haben die Hinterbliebenen beziehungsweise die Erben die Möglichkeit, den Mietvertrag gegenüber dem Vermieter zu kündigen. Die Kündigung kann nach einer Überlegungsfrist von einem Monat erfolgen und tritt mit einer Frist von drei Monaten in Kraft. So sind auch im schlimmsten Fall alle Möglichkeiten aus dem Mietverhältnis heraus zu kommen, abgedeckt.

Ein weiterer Punkt um eine Mietwohnung zu kündigen, ist die Verweigerung des Vermieters, einen Untermieter aufzunehmen. Dies gilt allerdings nur, wenn die gesamte Wohnung untervermietet werden soll. Auch hier hat der Mieter dann das Recht, die Kündigung seines Mietverhältnisses dem Vermieter gegenüber auszusprechen.

 

Fristlose Kündigung durch den Mieter

 

Fast zum Schluss sei noch erwähnt, dass es auch ein fristloses Kündigungsrecht des Mieters gibt.

Und zwar dann, wenn es ihm aufgrund schwerster Mängel an der Mietwohnung nicht mehr möglich ist, diese gemäß Mietvertrag zu nutzen. Auch wenn die Wohnung eine Gesundheitsgefährdung für den Mieter darstellt, ist eine Kündigung möglich. Oder wenn der Vermieter den Hausfrieden so nachhaltig stört, dass für den Mieter ein Verbleiben in der Wohnung unzumutbar ist, dann ist eine Kündigung möglich.

 

Die korrekte Kündigung des Mietvertrags

 

Ordentlich und korrekt ist eine schriftlich Kündigung des Mietvertrags. Am besten noch per Einschreiben, oder per händischem Überreichen mit Unterschrift der Zustellung. Dann ist der Empfang auch schriftlich bestätigt. Ein einfaches Einwerfen in den Briefkasten des Vermieters kann zu Problemen führen.

Alle im Mietvertrag als Mieter aufgeführten Personen müssen die Kündigung unterschreiben. Wenn Sie als Mieter kündigen, brauchen  Sie, im Gegensatz zum Vermieter, keinen Grund angeben.

Die Kündigung muss dem Vermieter bei einem Mietvertrag mit dreimonatiger Kündigungsfrist spätestens am dritten Werktag eines Monats zugehen, damit dann zum Ende des übernächsten Monats korrekt gekündigt ist. Ansonsten verlängert sich das Mietverhältnis um einen weiteren Monat.
Artikelbild
Das Beitragsbild dieses Artikels zeigt ein Schild in der Form der deutschen Ortsschilder, mit dem das Ende des Mietvertrags suggeriert wird. Ein solches Schild mit von Euch selbst gewählten Namen erstellen könnt Ihr Euch beim Internetauftritt von Ortstafel.org.
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